Tulpen (lat. Tulpia) gehören als Pflanzengattung zur Familie der Liliengewächse. Von ihnen gibt es ca. 150 verschiedene Arten und viele sogenannte Hybride. Die Zwiebelgewächse weisen in der Regel eine Größe zwischen zehn und siebzig Zentimetern auf und besitzen eine senkrecht stehende Blüte, die aus sechs Blättern besteht.

Damit eine Tulpe richtig gut gedeiht, sind zwei Faktoren entscheidend: das Klima und der Boden. Tulpen lieben es nämlich, wenn es im Frühjahr feucht ist und während der Sommermonate heiß und im Winter kalt. Außerdem sollten die Nächte möglichst kühl sein und die Böden einen hohen Nährstoffwert aufweisen sowie deren pH-Wert zwischen 6,5 und 7 liegen.

Die ursprüngliche Heimat der Tulpen umfasst Europa, Nordafrika und große Teile Asiens. Aus den dort vorkommenden Wildtulpen wurden durch zigfache Kreuzungen innerhalb einer Zeitspanne von etwa 400 Jahren viele Tausende an Gartentulpen herangezüchtet.

In der Literatur wird die Tulpe erstmals in einer aus dem 9. Jahrhundert stammenden altpersischen Schrift erwähnt. Die Perser waren es auch, die die Tulpenzucht zu den Osmanen und somit nach Vorderasien brachten. Bei den Türken wurde die Tulpe sehr schnell überaus beliebt und ist dort sogar bis heute Nationalblume – wo sie sinnbildlich für Leben und Fruchtbarkeit steht. Von der Türkei kam die Tulpe auch schließlich etwa in der Mitte des 16. Jahrhunderts in den deutschsprachigen Raum. Ende des 16. Jahrhunderts entwickelte sich kontinuierlich die Niederlande zum absoluten Epizentrum der Tulpenzucht.

Zwar war im 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts die Tulpe stets eine Ausdrucksform von großem Wohlstand und Macht und daher vorwiegend in Adelskreisen und im betuchten Bürgertum als Zierblume zu finden, danach entwickelte sie sich aber mehr und mehr bei allen Menschen zu einer großen Beliebtheit erfreuenden Blume. Weltweit ist heutzutage bekanntermaßen die Niederlande das Land, wo über 80% aller auf den Markt kommende Tulpen gezüchtet werden.